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Lage
Die höchste Erhebung des Bliesgaus ist mit 401,1 m ü. NN der Große KahlenbergGroße Kahlenberg|||||Der Große Kahlenberg (meist nur Kahlenberg genannt) ist mit 401,1 m ü. NN[1] der höchste Berg des Bliesgaus im Saarpfalz-Kreis im Saarland (Deutschland). bei Breitfurt, auf dem die Ruine des Aussichtsturms AlexanderturmAlexanderturm|||||Auf dem Großen Kahlenberg wurde im Jahr 1893 der 26,35 m[2] hohe Aussichtsturm Alexanderturm fertiggestellt, der wegen der Nähe zu Böckweiler auch „Böckweiler Aussichtsturm“ hieß und zudem weithin sichtbar war. Heutzutage ist nur noch das aus dicken roten Sandsteinquadern bestehenden Erdgeschoss des Turms vorhanden. Sein quadratischer Grundriss hatte eine Seitenlänge von 5 m, der Innendurchmesser der oberen Plattform betrug 2,70 m. Unterschiedlichen Angaben zufolge führten 141 oder 142 Stufen hinauf. Wenige Tage nach Beginn des Zweiten Weltkriegs wurde um Mitternacht vom 9. auf 10. September 1939 der Alexanderturm und die südwestlich stehende Bliesdalheimer Bliesbrücke von Pionieren der Wehrmacht gesprengt. (Quelle: wikipedia.de) steht. Das Biosphärenreservat Bliesgau ist eine gewachsene Kulturlandschaft an einer der Nahtstellen Europas. Die jahrtausendelange Nutzung durch den Menschen hat hier ineinandergreifende Lebensräume entstehen lassen, die europaweit zu den artenreichsten zählen. Auf den Muschelkalkböden kann man nahezu die Hälfte der in Deutschland vorkommenden Orchideenarten bewundern. Die traditionelle, extensive Landwirtschaft ist heute noch deutlich an den kleinparzelligen, zum Teil heckengesäumten Feldern, zu erkennen. Der Verdichtungsraum im Norden und die insgesamt urbane Prägung lassen das Biosphärenreservat Bliesgau zur weltweit einmaligen Modellregion werden. Landschaften Der Bliesgau bietet eine abwechslungsreiche Kulturlandschaft:
(Bildquellen: wikipedia.de)
Geschichte
Bei Reinheim wurde 1954 ein keltisches Fürstinnengrab gefunden. Es ist heute Teil des "Europäischen Kulturparks Bliesbruck-Reinheim". In dieser Anlage befinden sich auch Überreste einer römischen Siedlung. Ein kompaktes Reihengräber-Gebiet markiert den Kern des frühmittelalterlichen Bliesgaus im 6. und 7. Jahrhundert. Die Belegorte des 8. bis 11. Jahrhunderts verbreiten sich über das gesamte Einzugsgebiet der Blies. Als Sitz einer Gaugrafschaft, die den Bliesgau und den westlich anschließenden Rosselgau umfasste, ist 1046 Habkirchen belegt. Nach 1100 kam der Name außer Gebrauch, um seit dem frühen 18. Jahrhundert in der gelehrten Literatur neu aufzuleben. Als Gaugrafen sind bezeugt
Biosphärenregion
Natur und UmweltDer Bliesgau ist geprägt durch eine charakteristische Naturlandschaft, die sich aus weit ausladenden Streuobstbeständen, artenreichen Magerwiesen-Typen, ausgedehnten Buchenwäldern und einer von der stark mäandrierenden Blies durchzogenen Auenlandschaft zusammensetzt. Eine Besonderheit des Bliesgaus liegt in der Vielfalt seiner Landschaftstypen mit dem Ineinandergreifen unterschiedlicher Groß- und Kleinstlebensräume. Die Landschaft ist gekennzeichnet durch weit schwingende sanfte Hügel, sie ist durch eine Jahrtausende lange Nutzung von Menschen geprägt und gibt insofern als Kulturlandschaft den Lebensraum für zahlreiche seltene Tier- und Pflanzenarten ab. Der Bliesgau verfügt über die größte Dichte an bedrohten Arten und Lebensraumtypen im südwestdeutschen Raum. Im Bliesgau finden sich etwa 80 Prozent des gesamten südwestdeutschen Vorkommens an Steinkäuzen, die vom Aussterben bedroht sind. Eine Rarität stellt eine der größten Populationen des Skabiosen-Scheckenfalters dar, und auf den Muschelkalkböden finden sich nahezu die Hälfte der in Deutschland vorkommenden Orchideenarten. Eine der größten Orchideenwiesen befindet sich auf der Gemarkung der Gemeinde Gersheim. In den Auwäldern der Blies leben Biberpopulationen und der Eisvogel. Eine besondere Rolle bei der Erhaltung und Pflege der Kulturlandschaft Bliesgau spielt ihre Beweidung durch Rinder, Schafe und Ziegen. Durch eine extensive Beweidung wird der Erhalt der landschaftlichen Eigenarten gesichert und die Lebensbasis von bedrohten Tier- und Pflanzenarten sicher gestellt. Durch den Einsatz von Haustierrassen, die vom Aussterben bedroht sind (Thüringer Waldziege u.a.), leistet die Naturlandstiftung Saar einen weiteren Beitrag zur Arterhaltung im Bliesgau. Den Anliegen der Ökologie und den Prinzipien der Nachhaltigkeit hat sich Spohns Haus in Gersheim verschrieben. Das ökologische Bildungszentrum mit angeschlossenem Schullandheim vermittelt in vielfacher Weise Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE), eines der wichtigsten Ziele der UNESCO. Spohns Haus wurde bereits zum dritten Mal mit dem entsprechenden Gütesiegel der UNESCO ausgezeichnet (Weltdekade „Bildung für eine nachhaltige Entwicklung“). Weinbau im BliesgauDie Römer brachten den Wein in den Bliesgau. Bis in die 30er Jahre des 20. Jahrhunderts wurde an den Hängen des Bliestals Wein angebaut. Heute finden sich noch einige verwilderte Reben und Reste typischer Weinbergmauern (z.B. in Herbitzheim oder Habkirchen). In Walsheim gab es noch 1845 zwei Kelterhäuser. Auch das Rebenhäuschen, ein kleiner Rundbau mit Kuppelgewölbe (um 1800), gibt Zeugnis der alten Weinbautradition, deren Rekultivierung angestrebt wird. Direkt unterhalb des Häuschens sind neuerdings einige Weinstöcke gepflanzt. (Quelle: wikipedia.de)
Die frühesten Belege für Weinbau in Reinheim stammen aus dem 16. Jahrhundert. 1877 wird "Rhinnemer" Rother erwähnt. Ab dem Ende des 19. Jahrhunderts setzt ein langsamer Zerfall der Weinbautradition ein. 1928 sind noch fünf Weinbergbesitzer belegt. Nach der Instandsetzung einiger alter Rebanlagen wird seit ein paar Jahren wieder Wein angebaut. Touristische Ziele
Der Bliesgau ist touristisch sehr gut erschlossen und hat somit ein sehr breit Tourismusprogramm zu bieten, was nicht zuletzt durch das Prädikat als Biosphärenregion aktiv vermarktet wird. So legt die Region neben dem Radfahren auch großen Wert auf das Wandern, was sich in vielen bestens beschilderten Wanderwegen und seit 2009 auch einem Premiumwanderweg zeigt. Selbst eine Variante des Jakobswegs durchzieht den Bliesgau von Speyer und Hornbach kommend in Richtung Saarbrücken. Die entsprechenden Markierungen finden sich beim Radfahren und wandern auf diversen Wirtschaftswegen.
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